Ingwer: Starke Knolle gegen Reiseübelkeit

Ingwer ist weit mehr als ein leckerer Scharfmacher in der exotischen Küche: Seit Jahrtausenden hat die tolle Knolle ihren festen Platz in der asiatischen Medizin. Vor allem gegen Übelkeit wird das fernöstliche Gewächs geschätzt.  Dass Ingwer Übelkeit und Brechreiz sowie eine ganze Reihe weiterer Beschwerden lindert, ist mittlerweile auch in zahlreichen wissenschaftlichen Studien bestätigt*.

Ingwer (Zingiber officinale) ist wahrlich eine tolle Knolle: Seine Heilkräfte gegen Übelkeit und Brechreiz lassen sich mit der Wirkung des chemischen Mittels Dimenhydrinat vergleichen. Denn Ingwer liefert wertvolle, natürliche Wirkstoffe: Allem voran die „Scharfmacher“ Gingerole und Shoagole. Deutsche Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Scharfstoffe an Serotonin-Rezeptor-Ionenkanälen angreifen, die am Erbrechen beteiligt sind**. Deshalb ist Ingwer ein wirkungsvolles Mittel gegen Reiseübelkeit. 

Die heilsame Wirkung des Ingwers ist Chinesen und Indern schon seit Jahrtausenden bekannt. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) hat die tolle Knolle ihren festen Platz gegen seine ganze Reihe von Leiden. Auch wissenschaftlich ist mittlerweile belegt, dass Ingwer gegen Übelkeit und Brechreiz sowie gegen Schmerzen durch Verspannungen, Rheuma, Arthritis oder Migräne hilft***. Darüber hinaus liefert das fernöstliche Gewächs dem Körper wertvolles Eisen, Vitamin C und B6, Kalzium, Kalium, Natrium und Phosphor.

Kombiniert mit Akupressurbändern gegen Übelkeit ist Ingwer auch in Bonbon-Form zum Lutschen gut geeignet für eine beschwerdefreie Reise.

* z.B. E.Ernst/M.H. Pittler: Efficacy of ginger for nausea and vomiting. In: British Journal of Anaesthesia 84 (3): 367-71 (2000)

** Professor Eugen Verspohl, Pharmakologe am Pharmazeutischen Institut der Universität Münster (Quelle: Apotheken Umschau http://www.apotheken-umschau.de/Ernaehrung/Warum-Ingwer-so-gesund-ist-106499.html)

*** Literaturhinweise:

1. Acta Otolaryngol. 1988 Jan-Feb;105(1-2):45-9. Ginger root against seasickness. A controlled trial on the open sea. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3277342?dopt=Abstract

2. Yamahura J, Huang Q, et al: Gastrointestinal motility enhancing effect of ginger and its active constituents. Chem Pharm Bull 38: 4301, 1990.

3. Yamahura J, Miki K, et al: Cholagagic effect of ginger and its active constituents. J Ethnopharmacol 13: 21725, 1985.

4. Al-Yahya MA, Rafatullah S, et al: Gastroprotective activity of ginger in albino rats. Am J Chinese Med 17: 516, 1989.

5. Suekawa M, Ishige A, et al: Pharmacological studies on ginger. I. Pharmacological actions of pungent constituents, (6)gingerol and (6)shogaol. J Pharm Dyn 7: 836-48, 1984.

6. Mowrey DB & Clayson DE: Motion sickness, ginger and psychophysics. Lancet i: 655-7, 1982.

7. Grontved A, Brask T, et al: Ginger root against seasickness. Acta Otolaryngol (Stockh) 105: 459, 1988.

8. Stewart JJ, Wood MJ, et al: Effects of ginger on motion sickness susceptibility and gastric function. Pharmacol 42: 11120, 1991.

9. Fischer-Rasmussen W, Kjaer SK, et al: Ginger in the treatment of hyperemesis gravidarum. Euro J Obstet Reproduct Biol 38: 1924, 1990.

10. Phillips S, Ruggier R, & Hutchison SE: Zingiber officinale (ginger) ­p; an antiemetic for day case surgery. Anaesthesia 48: 7157, 1993.

11. Bone ME & Wilkinson DJ: Ginger root ­p; a new antiemetic. Anaesthesia 45: 66971, 1990.

12. Ginger. British Herbal Compendium, vol. 1 (Bradley PR, ed). British Herbal Medicine Association, Bournemouth, Dorset, England, 1992, pp. 3942.

13. Monograph, Zingiberis rhizoma, Bundesanzeiger, May 5, 1988.

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